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Rheinmetall startet erfolgreich ins Geschäftsjahr 2017: Umsatz- und Ertragssteigerung im ersten Quartal

Rheinmetall ist mit einem deutlichen Umsatzplus und überproportional gesteigerten Erträgen in das neue Geschäftsjahr gestartet.

Der Technologiekonzern bestätigt seine Jahresprognose 2017 und peilt für das Geschäftsjahr weiterhin einen Konzernumsatz in der Größenordnung von 5,8 Mrd € bis 5,9 Mrd € sowie eine operative Ergebnismarge von rund 6,3 Prozent im Konzern an.

Im ersten Quartal 2017 erzielte Rheinmetall beim Konzernumsatz mit 1.349 Mio € einen deutlichen Anstieg um 14 Prozent (Vorjahresquartal: 1.180 Mio €). Währungsbereinigt betrug der Zuwachs 12 Prozent. Der Anteil der Geschäftsaktivitäten im Ausland erhöhte sich geringfügig auf 77 Prozent.
Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) steigt von 31 Mio € im Vorjahr auf 50 Mio €, was einem Zuwachs von 19 Mio € oder 61 Prozent entspricht. Diese positive Entwicklung resultiert aus dem guten Geschäftsverlauf beider Unternehmensbereiche.

Defence: Deutlicher Umsatzzuwachs und weiter verbessertes operatives Ergebnis

Mit 612 Mio € hat der Umsatz des Unternehmensbereichs Defence im ersten Quartal um 86 Mio € oder 16 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert von 526 Mio € zugelegt. Währungsbereinigt betrug das Wachstum 14 Prozent. Das operative Ergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr um 7 Mio € auf -10 Mio € verbessert.

Rheinmetall Defence hat im ersten Quartal 2017 einen Auftragseingang von 391 Mio € verbucht und bleibt damit unter dem Vorjahreswert von 948 Mio €, der von zwei Großaufträgen in den Bereichen Flugabwehr und Kettenfahrzeugen geprägt war. Bezogen auf das Gesamtjahr ist mit einem Auftragseingang mindestens in Höhe des erwarteten Jahresumsatzes zu rechnen.

Der Auftragsbestand des Unternehmensbereichs bleibt auf hohem Niveau, zum Quartalsende notierte er bei 6,4 Mrd € nach 6,9 Mrd € im Vorjahresquartal.

Die Division Weapon and Ammunition steigerte den Umsatz um 13 Mio € oder 7 Prozent auf 191 Mio € gegenüber dem Vorjahreswert. Durch einen verbesserten Produktmix wurde das operative Ergebnis um 5 Mio € gesteigert, was zu einem ausgeglichenen Ergebnis im ersten Quartal 2017 führt.

Die Division Electronic Solutions konnte beim Umsatz den Vorjahreswert von 150 Mio € nicht erreichen. Trotz des Umsatzrückgangs um 12 Mio € auf 138 Mio € blieb das operative Ergebnis stabil bei -4 Mio €.

Die Division Vehicle Systems erzielte eine Umsatzsteigerung von 89 Mio € bzw. 34 Prozent auf 350 Mio € und ist damit der Haupttreiber für die positive Entwicklung im Unternehmensbereich Defence. Das Umsatzwachstum wird im Wesentlichen durch den Auftrag für militärische Nutzfahrzeuge in Australien getragen. Das operative Ergebnis der Division verbesserte sich um 7 Mio € auf 1 Mio €.

Rheinmetall sieht sich aussichtsreich positioniert, um vom Trend zu steigenden Verteidigungsanstrengungen zu profitieren, zu denen sich weltweit viele Länder durch die globale Sicherheitslage veranlasst sehen. Auch mit Blick auf Großvorhaben, die in Deutschland zur Entscheidung anstehen, hat Rheinmetall im ersten Quartal eine Reihe von strategischen Kooperationen mit industriellen Partnern aufgelegt. Mit dem US-amerikanischen Unternehmen Raytheon, einem der größten Rüstungshersteller der Welt, wurde eine globale Zusammenarbeit im Bereich der Verteidigungstechnik vereinbart. In Deutschland zielt diese Kooperation vor allem auf das Großvorhaben „Taktisches Luftverteidigungssystem“ der Bundeswehr.

In einem Joint Venture mit Rohde & Schwarz will Rheinmetall künftig eine führende Rolle bei der umfassenden Modernisierung der Kommunikationstechnik des Heeres übernehmen, absehbar eines der größten Projekte der deutschen Heeresrüstung überhaupt.

Darüber hinaus zielt eine Kooperation mit Steyr Mannlicher auf die Ausschreibung einer großen Stückzahl neuer Sturmgewehre für die Bundeswehr.

Politik
Artikel griephan Redaktion
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