Rheinmetall und US-Unternehmen General Dynamics gründen Joint Venture bei Großkalibermunition

Rheinmetall Defence und das US-amerikanische Unternehmen General Dynamics Ordnance and Tactical Systems (GD-OTS), eine Geschäftseinheit von General Dynamics, haben ihre Aktivitäten im Bereich der Panzermunition in einer transatlantischen Joint Venture-Gesellschaft gebündelt. Die neue „Defense Munitions International (DMI)“ mit Sitz in USA wird bewährte und neue 120-mm-Wucht- und Mehrzweckmunition für den amerikanischen und internationalen Kampfpanzermunitionsmarkt entwickeln und vertreiben.

In die DMI bringen die Partner ihre gesamten Aktivitäten – Entwicklung, Fertigung und Vertrieb – auf dem Feld der 120mm-Gefechtsmunition für Kampfpanzer ein; ausgeschlossen bleiben lediglich 120mm-Übungsmunition sowie Munition anderer Kaliber. Mit der Zusammenführung ihrer Aktivitäten in der DMI zielen Rheinmetall Defence und GD-OTS darauf ab, internationale Marktzugänge weiter auszubauen, Synergien bei der Produktion zu heben und gemeinsame Entwicklungen zu realisieren.

Mit dem Joint Venture mündet eine langjährige und erfolgreiche deutsch-amerikanische Kooperation in eine zukunftsweisende neue Firmenkonstellation. Rheinmetall Defence und General Dynamics Ordnance and Tactical Systems arbeiten im Bereich der 120mm-Munition seit mehr als zehn Jahren in einer Vielzahl von Projekten zusammen, etwa bei der Entwicklung hochmoderner Wolfram-Geschosse der Typen KEW-A1 und die KEW-A2 für internationale Nutzer des Abrams-Kampfpanzers. Rheinmetall hat die Technologie uranfreier und sprengstoffloser Wuchtmunition auf Wolframbasis – so genannte KE-Munition, wobei KE für Kinetische Energie steht – seit Mitte der 70er Jahre entwickelt und als DM 63 an etliche Leopard-2-Nutzer wie die Bundeswehr und andere NATO-Streitkräfte ausgeliefert .

Ziel des Joint Ventures ist es, dass die DMI diese Aktivitäten fortsetzt und die KEW-Familie weiter verbessert. Zudem plant die neue Firma, fortschrittliche Mehrzweckmunition zu entwickeln und zu fertigen. Dabei kann sie an den Erfolg von Rheinmetalls jüngst vorgestellter programmierbarer Panzermunition DM 11 anknüpfen, die das US Marine Corps bereits in Afghanistan einsetzt.

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