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ADS im scharfen Schuss getestet

©Rheinmetall

Panzerabwehrhandwaffen und Lenkflugkörper sowie Explosively Formed Projectiles (EFPs, eine besonders tückische Form improvisierter Sprengladungen) gehören zu den gefährlichsten Bedrohungen in den heutigen militärischen Einsätzen.

Wirkungsvollen Schutz hiergegen bietet das neu entwickelte abstandsaktive „Active Defence System“ (ADS), das Rheinmetall und die ADS GmbH vor kurzem im Rheinmetall-Erprobungszentrum Unterlüß im scharfen Schuss vorgeführt haben.

Das ADS ist das weltweit modernste und leistungsfähigste abstandsaktive System zum Schutz von Militärfahrzeugen praktisch aller Gewichtsklassen vor Bedrohungen im Einsatz. Es arbeitet nach dem so genannten Hard-Kill-Prinzip. Das Sensorsystem detektiert eine anfliegende Bedrohung im Nahbereich – etwa einen Hohlladungsgefechtskopf oder einen Panzerabwehrlenkflugkörper. Das System aktiviert dann blitzschnell – im Mikrosekundenbereich – einen Schutzsektor und wirkt mit gerichteter pyrotechnischer Energie, die das Objekt unmittelbar vor Erreichen des Ziels zerstört. Aufgrund seiner Wirkrichtung gegen den Boden minimiert ADS die Kollateralschäden im Bereich um das Fahrzeug herum.

Die jetzt von Rheinmetall und der ADS GmbH vorgeführte Funktionsfähigkeit des ADS-Systems in einem Fuchs belegt, dass sich selbst ältere, bewährte Fahrzeuge sehr effektiv an heutige Einsatzszenarien anpassen lassen.
Die ADS Gesellschaft für aktive Schutzsysteme – die Rheinmetall aus Düsseldorf hält als Mehrheitsgesellschafter 74 Prozent der Anteile, die übrigen hält die IBD, Lohmar – hat unterdessen einen ersten Serienauftrag unter Vertrag genommen.

Experten siedeln die Zahl militärischer Fahrzeuge, die die Nachrüstung solcher
aktiven Schutzsysteme zum Schutz vor einsatzbedingten Bedrohungen benötigen, weltweit im fünfstelligen Bereich an.

Technik
Artikel griephan Redaktion
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